Tuesday, March 13, 2007

Aus dem Leben eines Werbeorakels...

Das Gummibärchen-Orakel kenne ich schon eine Weile. Aber damit hat das Werbeorakel nun so gar nichts zu tun. Das Werbeorakel ist eine Marketing-Aktion des Vogel Verlages für die 47. Würzburger Werbefachgespräche am 25. und 26. Juni.

Im Vorfeld hatten wir eine ganze Menge möglicher Fragen zu Marketing im weitesten Sinne identifiziert und Antworten darauf gefunden, mit denen das Orakel schon mal "gefüttert" wurde.

Da man aber nie so genau weiß, was die Menschen interessiert, die dort Antworten auf all das bekommen sollen, was ihnen unter den Nägeln brennt, bin ich in den letzten Wochen selbst zum Orakel geworden. Interessant und spannend ist das Meiste, was die Werbewelt beschäftigt. Lohnt sich Verzeichniswerbung? oder Wo finde ich die Mobile Area Das sind nur zwei Beispiele. Manchmal ist sogar ein Orakel ein bißchen ratlos - bei der Frage beispielsweise, ob Christine Sprache erkennen kann. Hätte ich wirklich gerne beantwortet, wenn mir jemand verraten hätte, was Christine ist. Denn ich bin sicher, weder Christine Müller noch Christine Vogel waren gemeint...

Thursday, March 08, 2007

Effektivität und Effizienz = Effektivizienz

Vor einer Woche war ich bei einem Vortrag des BJV im Münchner Presseclub. Dabei ging es um Effektivität und Effizienz in der PR. Alles drehte sich um Kommunikation: Wie gut? Wie teuer? Und wie zuverlässig, sprich replizierbar sind die Maßnahmen?

Der Referent Prof. Hartleben vom IRKU stellte zunächst ein gleiches Verständnis zu PR-Aufgaben und den Zielen von PR-Aktivitäten her. Die Aufgaben richten sich nach dem AKTION-Leitsatz:

Analysieren
Kontakten, beraten
Texten und kreativ gestalten
Implementieren
Operativ umsetzen
Nacharbeiten

Die Ziele sind wohl auch den meisten bekannt: Bekanntheitsgrad steigern, Glaubwürdigkeit erhöhen, Vertrauen schaffen, Motivierung erreichen und Präsenz zeigen.

Den meisten dürfte inzwischen auch klar geworden sein, dass man auch PR-Arbeiten meßbar und damit transparent machen sollte, um bessere Argumentationen für die eigene Arbeit nach innen und außen zu haben. Die herkömmlichen Methoden des Clipping zählens (und auswertens) sowie die Medienresonanzanalyse taugen dafür nur bedingt. Deshalb gibt es neue Tools:

- Balanced Score Cards
- Process Mapping
- Fair Proof

Für die meisten Kreativen fühlt es sich immer noch unangenehm an, die eigene Leistung so offen auf den Prüfstand zu stellen. Und so wirklich greifbar sind die vier Bereiche einer Balanced Score Card für die meisten auch nicht. Mein Gefühl aus dem MBA-Programm hat sich auch hier nicht verbessert. Die Balanced Score Card ist nicht wirklich für mich geeignet. Nichtsdestotrotz scheint sie das Instrument zu sein, das sich schon am ehesten durchsetzt. Zu den bereits bekannten Ansätzen von Pfannenberg, Hering Schuppener, Zerfaß et. al. kam noch ein neuer hinzu.

Fair Proof ist ein Tool zur Einbindung von Endverbrauchern bei Entscheidungen im Werbe- und PR-Bereich. Das erinnerst stark an Crowdsourcing, wie wir es bei Frank Piller kennen gelernt haben.

Process Mapping begleitet den gesamten Kommunikationsprozess. Das klingt nach etwas mehr Aufwand am Anfang, aber ziemlich praktisch, wenn jemand mitten im Projekt krank wird. Man kann jederzeit genau sehen, wie der Projektstand ist und wer welche nächsten Schritte unternehmen muss. Damit könnte ich mich schon viel eher anfreunden.

Gut gefallen haben mir die Ausführungen zu den Einsatzmöglichkeiten von RSS-Feeds. Ich denke gerade darüber nach, wie sie sich effektiv für meine Masterarbeit in ein Thema gießen lassen.
Process Mapping

Wednesday, March 07, 2007

Mini geht neue Werbewege


Der Mini ist schon etwas Besonderes. Deshalb braucht er auch besondere Werbung. Das haben sich wohl auch die Verantwortlichen in den USA gedacht und folgende neuen Aktivitäten ersonnen:

1. Der Mini als Filmstar

Dafür haben die Minis den Regisseur von "Starsky & Hutch" engagiert. In regelmäßig im Internet erscheinenden Episoden müssen Anti-Star Hammer und sein treuer Mini Coop immer wieder dreiste Abenteuer bestehen. Die Filme erinnern tatsächlich ein wenig an die englische Kultserie, gepaart mit ein bißchen Knight Rider. Und dazu gibt es jede Menge weitere Goodies, die sich ausgezeichnet für eine virale Kampagne eignen: Bildschirmschoner, Bildschirmhintergrund etc.

2. Personalisierte Werbebotschaften

Wenn ausgewählte Mini-Fahrer an Plakatwänden vorbeikommen, erscheinen personalisierte Botschaften à la "How are you today, Gerti?" oder "Actually Size does matter, Jim". Möglich wird dies durch die Daten, die standardmäßig im Schlüssel des Mini gespeichert sind und wenn die Fahrer einen RFID-Transponder integriert haben, kann dieser ausgelesen werden und die entsprechenden Werbebotschaften produzieren, um die Fangemeinde noch stärker an das Kultauto zu binden.

Tuesday, March 06, 2007

Second Life - doch die schlechtere Alternative

Die Parallelwelt Second Life scheint inzwischen endgültig bei den deutschen Unternehmen angekommen zu sein. Von Adidas bis zur Kommunikationsagentur Zühlke Scholz & Partner versprechen sich wohl alle irgendeinen Zusatznutzen. Und kürzlich erhielt ich von den Kollegen des JoNet die erste Einladung zum virtuellen Stammtisch in SL. Rein aus Neugierde wäre ich glatt hingegangen, aber der Terminplan sah anderes für den Abend vor. Witzig fand ich es schon, dass danach wie bei den realen Stammtischen Bilder und ein Protokoll veröffentlicht wurden - lieber ist es mir aber, ich kann die Kolleginnen und Kollegen real sehen und aus den Bildern auf ihr Befinden an jenem Abend schließen. Irgendwie schien das kein richtiger Stammtisch zu sein. Und wäre ich dabei gewesen, hätte ich mich dann wirklich so unbefangen mit den anderen unterhalten? Könnte ich überhaupt sicher sein, dass sich hinter den Namen die Kollegen verbergen, die ich dort erwarte? Nein, da sind mir die ganz normalen Gespräche und das ganz normale Glas Rotwein dazu doch viel lieber.

Vielleicht liegt es ja auch daran, dass ich immer noch nicht so recht vorwärts komme. Obwohl ich einen ordentlich ausgestatteten Rechner zur Hause habe, stürzt das Programm von Second Life immer wieder ab. Ich habe fast den Eindruck, es will, dass ich mich einzig und allein darauf konzentriere. Aber wer hat denn dazu schon die Zeit? Bei mir läuft immer noch gleichzeitig das Update für meinen iPod und das E-Mail-Programm, meistens auch noch Skype. Irgendwas scheint sich da nicht miteinander zu vertragen. Deshalb habe ich jetzt auch erst mal beschlossen, das Experiment Second Life wieder auf Eis zu legen. Wenn ich mal viel Zeit habe - also bestimmt nicht vor Ende des Jahres - kümmere ich mich möglicherweise wieder drum. Und dann auch nur, wenn mir gar nichts Besseres einfällt. Im Augenblick mag ich aber mein Leben in der 1. Welt ziemlich gut leiden und da brauche ich keinen Abklatsch in der Parallelwelt.