Tuesday, April 24, 2007

Blogging goes Video


Auf dem täglichen Streifzug durch die Webwelt bin ich heute auf verschiedene Videos gestoßen. Da wäre zunächst der Blogger-Song Are you blogging this?. Kommt ganz schön rockig daher und hat beinahe Qualitäten für einen Ohrwurm - Videoclip inklusive.

Weniger spektakulär, aber umso informativer ist die Erklärung zu Web 2.0 (leider nur in englisch). Evtl. gibt es hierzu sogar Fortsetzungen.

Unter dem Titel Think before you post gibt es gleich mehrere Spots, die vor allem Jungendliche vor den Gefahren des öffentlichen Raums "Internet" warnen sollen. Ich erinnere mich an Spots, die bei uns im Fernsehen laufen, die noch eine Spur krasser ausfallen. Weitere Infos gibt's auf der Website.

US-Spot 1
US-Spot 2
Klicksafe

Saturday, April 14, 2007

Sommer im April



Zwei Abende war ich jetzt unterwegs und immer das gleiche Bild: man kommt aus dem Theater oder dem Lokal und fragt sich allen Ernstes, ob man noch in München ist oder eher in Rom flaniert. Also habe ich gestern die Gelegenheit genutzt und bin vom Wiener Platz bis zum Stachus gelaufen. Abends um elf saßen noch viele Leute in den Cafés draußen, die Eisdielen haben ein Riesengeschäft gemacht und als ich über die Reichenbachbrücke kam, waren unten bereits die ersten Grillfeuer auszumachen. Auf den Sitzgelegenheiten rund um die Museumsinsel und hin zum Isartor trifft sich die Jugend, um das Wochenende einzuläuten. Und im Tal vor dem Sausalitos geht der Punk ab: Eimer mit Corona und viele Caipis bei lauter Musik - da ist richtig Stimmung. Hat echt gut getan, noch ein paar Schritte in lauer Luft zu gehen.
Eine gute Gelegenheit auch, sich über das eine oder andere ein paar Gedanken zu machen. Kam doch die Recherche für Checker vom Patentanwalt. Also es gibt schon das eine oder andere Patent, das ähnlich ist, aber so wirklich gleich ist meines Erachtens dann doch nix. Aber das muss ich nochmal mit dem Anwalt besprechen. Vielleicht sieht er es ja anders. Marc hat sich gemeldet. Er hat sich gerade für seine KW-Magisterarbeit angemeldet und auch ein ähnlich technisches Thema wie ich für meine Masterthesis ausgewählt. Mal sehen, vielleicht kann man ja weiter ein bißchen diskutieren und sich gegenseitig den einen oder anderen Tipp geben, auch wenn das Thema selbst nicht identisch ist.
Allerdings habe ich bei sommerlichen Temperaturen so gar keine Muße hinter dem Rechner zu sitzen. Marc meinte auch, er wartet mit dem Schreiben auf die nächste Schlechtwetterphase. Wenn das so weiter geht, wird das nichts mehr.
Allerdings kam mir noch eine super Idee für eine Innovation: Crowd Sourcing in der Tourismusbranche. Da muss ich jetzt mal länger drüber nachdenken, was ich mit der Idee mache...

Monday, April 09, 2007

Wieder ein Schritt nach vorne


Die Post-freie Zeit ist mal wieder auf eine Präsenzzeit an der TU zurückzuführen - unsere letzte. Jetzt steht nur noch die Masterthesis zwischen uns und dem MBA-Titel.

Ich weiß schon, dass das Bild dazu ein wenig bis ziemlich kitschig ist, aber das musste jetzt sein. Es steht nämlich im krassen Gegensatz zu meinem doch recht modernen Master-Thema.

Lange war ich auf der Suche nach etwas, was mich interessiert, was für einen der Professoren spannend ist und was auch halbwegs für den Rest der Welt akzeptabel daher kommt. Und dann fiel mir das Thema bei einer Veranstaltung in den Schoß. Über Effektivität und Effizienz hatte ich ja schon geschrieben und es werden jetzt tatsächlich die RSS-Feeds für meinen Master.

Puh, technisch werdet Ihr jetzt vielleicht sagen, aber ich habe gute Erfahrungen mit technischen Themen gemacht. Da weiß man vorher schon, was einen erwartet. Es ist viel greifbarer und die Chance, dass einem der Spaß um die Ohren fliegt und sich kurzfristig in Luft auflöst, wie das bei Change-Themen der Fall sein kann, ist viel geringer.

Die nächste Zeit bleibt hoffentlich etwas öfter die Muße, die Gedanken zur Arbeit, die im Augenblick immer noch ein wenig ungeordnet sind, festzuhalten.

Frohe (Rest-)Ostern
Gerti

Tuesday, March 13, 2007

Aus dem Leben eines Werbeorakels...

Das Gummibärchen-Orakel kenne ich schon eine Weile. Aber damit hat das Werbeorakel nun so gar nichts zu tun. Das Werbeorakel ist eine Marketing-Aktion des Vogel Verlages für die 47. Würzburger Werbefachgespräche am 25. und 26. Juni.

Im Vorfeld hatten wir eine ganze Menge möglicher Fragen zu Marketing im weitesten Sinne identifiziert und Antworten darauf gefunden, mit denen das Orakel schon mal "gefüttert" wurde.

Da man aber nie so genau weiß, was die Menschen interessiert, die dort Antworten auf all das bekommen sollen, was ihnen unter den Nägeln brennt, bin ich in den letzten Wochen selbst zum Orakel geworden. Interessant und spannend ist das Meiste, was die Werbewelt beschäftigt. Lohnt sich Verzeichniswerbung? oder Wo finde ich die Mobile Area Das sind nur zwei Beispiele. Manchmal ist sogar ein Orakel ein bißchen ratlos - bei der Frage beispielsweise, ob Christine Sprache erkennen kann. Hätte ich wirklich gerne beantwortet, wenn mir jemand verraten hätte, was Christine ist. Denn ich bin sicher, weder Christine Müller noch Christine Vogel waren gemeint...

Thursday, March 08, 2007

Effektivität und Effizienz = Effektivizienz

Vor einer Woche war ich bei einem Vortrag des BJV im Münchner Presseclub. Dabei ging es um Effektivität und Effizienz in der PR. Alles drehte sich um Kommunikation: Wie gut? Wie teuer? Und wie zuverlässig, sprich replizierbar sind die Maßnahmen?

Der Referent Prof. Hartleben vom IRKU stellte zunächst ein gleiches Verständnis zu PR-Aufgaben und den Zielen von PR-Aktivitäten her. Die Aufgaben richten sich nach dem AKTION-Leitsatz:

Analysieren
Kontakten, beraten
Texten und kreativ gestalten
Implementieren
Operativ umsetzen
Nacharbeiten

Die Ziele sind wohl auch den meisten bekannt: Bekanntheitsgrad steigern, Glaubwürdigkeit erhöhen, Vertrauen schaffen, Motivierung erreichen und Präsenz zeigen.

Den meisten dürfte inzwischen auch klar geworden sein, dass man auch PR-Arbeiten meßbar und damit transparent machen sollte, um bessere Argumentationen für die eigene Arbeit nach innen und außen zu haben. Die herkömmlichen Methoden des Clipping zählens (und auswertens) sowie die Medienresonanzanalyse taugen dafür nur bedingt. Deshalb gibt es neue Tools:

- Balanced Score Cards
- Process Mapping
- Fair Proof

Für die meisten Kreativen fühlt es sich immer noch unangenehm an, die eigene Leistung so offen auf den Prüfstand zu stellen. Und so wirklich greifbar sind die vier Bereiche einer Balanced Score Card für die meisten auch nicht. Mein Gefühl aus dem MBA-Programm hat sich auch hier nicht verbessert. Die Balanced Score Card ist nicht wirklich für mich geeignet. Nichtsdestotrotz scheint sie das Instrument zu sein, das sich schon am ehesten durchsetzt. Zu den bereits bekannten Ansätzen von Pfannenberg, Hering Schuppener, Zerfaß et. al. kam noch ein neuer hinzu.

Fair Proof ist ein Tool zur Einbindung von Endverbrauchern bei Entscheidungen im Werbe- und PR-Bereich. Das erinnerst stark an Crowdsourcing, wie wir es bei Frank Piller kennen gelernt haben.

Process Mapping begleitet den gesamten Kommunikationsprozess. Das klingt nach etwas mehr Aufwand am Anfang, aber ziemlich praktisch, wenn jemand mitten im Projekt krank wird. Man kann jederzeit genau sehen, wie der Projektstand ist und wer welche nächsten Schritte unternehmen muss. Damit könnte ich mich schon viel eher anfreunden.

Gut gefallen haben mir die Ausführungen zu den Einsatzmöglichkeiten von RSS-Feeds. Ich denke gerade darüber nach, wie sie sich effektiv für meine Masterarbeit in ein Thema gießen lassen.
Process Mapping

Wednesday, March 07, 2007

Mini geht neue Werbewege


Der Mini ist schon etwas Besonderes. Deshalb braucht er auch besondere Werbung. Das haben sich wohl auch die Verantwortlichen in den USA gedacht und folgende neuen Aktivitäten ersonnen:

1. Der Mini als Filmstar

Dafür haben die Minis den Regisseur von "Starsky & Hutch" engagiert. In regelmäßig im Internet erscheinenden Episoden müssen Anti-Star Hammer und sein treuer Mini Coop immer wieder dreiste Abenteuer bestehen. Die Filme erinnern tatsächlich ein wenig an die englische Kultserie, gepaart mit ein bißchen Knight Rider. Und dazu gibt es jede Menge weitere Goodies, die sich ausgezeichnet für eine virale Kampagne eignen: Bildschirmschoner, Bildschirmhintergrund etc.

2. Personalisierte Werbebotschaften

Wenn ausgewählte Mini-Fahrer an Plakatwänden vorbeikommen, erscheinen personalisierte Botschaften à la "How are you today, Gerti?" oder "Actually Size does matter, Jim". Möglich wird dies durch die Daten, die standardmäßig im Schlüssel des Mini gespeichert sind und wenn die Fahrer einen RFID-Transponder integriert haben, kann dieser ausgelesen werden und die entsprechenden Werbebotschaften produzieren, um die Fangemeinde noch stärker an das Kultauto zu binden.

Tuesday, March 06, 2007

Second Life - doch die schlechtere Alternative

Die Parallelwelt Second Life scheint inzwischen endgültig bei den deutschen Unternehmen angekommen zu sein. Von Adidas bis zur Kommunikationsagentur Zühlke Scholz & Partner versprechen sich wohl alle irgendeinen Zusatznutzen. Und kürzlich erhielt ich von den Kollegen des JoNet die erste Einladung zum virtuellen Stammtisch in SL. Rein aus Neugierde wäre ich glatt hingegangen, aber der Terminplan sah anderes für den Abend vor. Witzig fand ich es schon, dass danach wie bei den realen Stammtischen Bilder und ein Protokoll veröffentlicht wurden - lieber ist es mir aber, ich kann die Kolleginnen und Kollegen real sehen und aus den Bildern auf ihr Befinden an jenem Abend schließen. Irgendwie schien das kein richtiger Stammtisch zu sein. Und wäre ich dabei gewesen, hätte ich mich dann wirklich so unbefangen mit den anderen unterhalten? Könnte ich überhaupt sicher sein, dass sich hinter den Namen die Kollegen verbergen, die ich dort erwarte? Nein, da sind mir die ganz normalen Gespräche und das ganz normale Glas Rotwein dazu doch viel lieber.

Vielleicht liegt es ja auch daran, dass ich immer noch nicht so recht vorwärts komme. Obwohl ich einen ordentlich ausgestatteten Rechner zur Hause habe, stürzt das Programm von Second Life immer wieder ab. Ich habe fast den Eindruck, es will, dass ich mich einzig und allein darauf konzentriere. Aber wer hat denn dazu schon die Zeit? Bei mir läuft immer noch gleichzeitig das Update für meinen iPod und das E-Mail-Programm, meistens auch noch Skype. Irgendwas scheint sich da nicht miteinander zu vertragen. Deshalb habe ich jetzt auch erst mal beschlossen, das Experiment Second Life wieder auf Eis zu legen. Wenn ich mal viel Zeit habe - also bestimmt nicht vor Ende des Jahres - kümmere ich mich möglicherweise wieder drum. Und dann auch nur, wenn mir gar nichts Besseres einfällt. Im Augenblick mag ich aber mein Leben in der 1. Welt ziemlich gut leiden und da brauche ich keinen Abklatsch in der Parallelwelt.

Tuesday, February 06, 2007

Second Life - Teil 2

Nachdem ich das Projekt "Second Life" mit großem Elan angegangen bin, musste ich erst mal einen herben Dämpfer hinnehmen. Nicht nur, dass meine Firma die Installation der Software nicht zulässt - und das, obwohl eine Agentur aus dem Netzwerk selbst einen Ableger in Second Life gegründet hat und ich das Thema Web 2.0 inhaltlich begleiten soll. Es wäre also keine reine Spielerei gewesen. Auch zu Hause wollte ich nicht so recht voran kommen. Installation kein Problem, schließlich bin ich da mein eigener Webmaster, aber dann war ich nicht in der Lage, über das erste Bild hinaus in die zweite Welt einzutauchen, weil der Rechner permanent abgeschmiert ist. Das erste Fazit ist also klar: Second Life kostet nicht nur Linden-Dollar, auch unglaublich viel Zeit. Deshalb musste der Versuch auch erst mal wieder hinten anstehen. Kein Wunder also, wenn der Second Life Times Square so leer ist wie auf dem Bild unten, das ich bei Flickr gefunden habe.



Just in diese Stimmung kam eine Glosse von Silicon.de über Sinn und Unsinn von Second Life, die mir voll und ganz aus dem Herzen spricht. Am ehesten könnte ich mir noch vorstellen, dass Vorlesungen in die virtuelle Welt verlegt werden. Auch das Testen von neuen Produkten in Second Life macht gewissen Sinn, weil die Meinungen der Avatare sich (hoffentlich) mit denen ihrer Pendants in der realen Welt decken. Darüber hinaus seht aber vieles wie ein totaler Hype aus, der auch ganz schnell wieder abflachen wird. Warum sollte es eine schwedische Botschaft in SL geben? Welchen Mehrwert bietet sie mir? Und sobald die rechte Szene diesen Kanal für sich entdeckt hat, ist das Ganze sowieso auf dem absteigenden Ast - das ist natürlich meine ganz persönliche Meinung. Aber vielleicht wird meine Begeisterung ja neu entfacht, sobald die Software tatsächlich ohne Probleme bei mir funktioniert. Vielleicht ergründet sich mir dann auch das Mysterium der Second Hand Botschaft und anderer Dinge. Im Augenblick sieht das alles eher aus wie eine riesige Zeitvernichtungsmaschine, in der man präsent sein muss, um "in" zu sein und mit der ein paar wenige kluge Köpfe bereits jetzt kräftig abgeräumt haben.

Fortsetzung folgt...

Thursday, January 04, 2007

Leben in der zweiten Welt - ein Selbstversuch (Teil 1)


Während der letzten Präsenzphasen habe ich so viel über Second Life gehört und geschärft durch diese Informationen liest man jetzt auch mehr und mehr von den Möglichkeiten, die das virtuelle Leben so mit sich bringt. Nachdem ich ja ein neugieriger Mensch bin und die Hausarbeiten jetzt weitgehend vom Tisch sind, nun also der Versuch, ob mich dieses Doppelleben auch gefangen nimmt.

Heute Teil 1: Anmeldung bei Second Life

OK - als erstes nur ganz wenige Basisinformationen eingeben. Das gefällt mir! Meinen virtuellen Vornamen kann ich mir selbst aussuchen und den Nachnamen muss ich aus einer Liste auswählen. Irgendwie strange, aber bis jetzt fühle ich mich immer noch wie Gerti Windhuber. Als nächstes kann ich einen Avatar auswählen. So richtig passt eigentlich keine der Figuren zu mir, aber der Text verspricht, dass ich eine eigenständige Persönlichkeit entwicklen und gestalten kann, sobald ich erst mal online bin. Also einfach das Manga-Girl mit den lila Haaren ausgesucht. In Second Life kann schließlich jeder gerne das sein, was er oder sie im richtigen Leben nicht ist. Als nächstes werden weitere Daten abgefragt. Hält sich auch noch in Grenzen. Und was kommt dann? Oh cool, mein Basis-Account ist bereits fertig. Und für weitere Infos erhalte ich sogar schon ein paar Lindendollar zum Einkaufen. Da wird mir aber doch ein wenig mulmig - ich soll nämlich meine Kreditkartendaten angeben. Das will ich ja nun lieber nicht. Aber Paypal könnte ich evtl. riskieren. Schließlich wird ja versichert, dass nichts abgebucht wird und Paypal löse ich schneller auf als ich eine neue Kreditkarte beantrage. So, jetzt muss ich mir noch die Software runterladen: Rund 30 MB, das dauert auch mit DSL eine Weile, deshalb kann ich mich ein bißchen auf der Website umsehen. Schon verrückt, was es hier alles gibt: Statistiken, einen eigenen Blog, diverse Anleitungen. Hoffentlich helfen mir die vielen Newsletter bei meinen ersten Schritten in der neuen virtuellen Welt weiter.

Mehr dazu demnächst in diesem Theater.