CommuniBLOG

Dokumentation der USA-Reise im Rahmen des Executive MBA Programm Communicate der TU München und ein bißchen darüber hinaus.

Tuesday, February 06, 2007

Second Life - Teil 2

Nachdem ich das Projekt "Second Life" mit großem Elan angegangen bin, musste ich erst mal einen herben Dämpfer hinnehmen. Nicht nur, dass meine Firma die Installation der Software nicht zulässt - und das, obwohl eine Agentur aus dem Netzwerk selbst einen Ableger in Second Life gegründet hat und ich das Thema Web 2.0 inhaltlich begleiten soll. Es wäre also keine reine Spielerei gewesen. Auch zu Hause wollte ich nicht so recht voran kommen. Installation kein Problem, schließlich bin ich da mein eigener Webmaster, aber dann war ich nicht in der Lage, über das erste Bild hinaus in die zweite Welt einzutauchen, weil der Rechner permanent abgeschmiert ist. Das erste Fazit ist also klar: Second Life kostet nicht nur Linden-Dollar, auch unglaublich viel Zeit. Deshalb musste der Versuch auch erst mal wieder hinten anstehen. Kein Wunder also, wenn der Second Life Times Square so leer ist wie auf dem Bild unten, das ich bei Flickr gefunden habe.



Just in diese Stimmung kam eine Glosse von Silicon.de über Sinn und Unsinn von Second Life, die mir voll und ganz aus dem Herzen spricht. Am ehesten könnte ich mir noch vorstellen, dass Vorlesungen in die virtuelle Welt verlegt werden. Auch das Testen von neuen Produkten in Second Life macht gewissen Sinn, weil die Meinungen der Avatare sich (hoffentlich) mit denen ihrer Pendants in der realen Welt decken. Darüber hinaus seht aber vieles wie ein totaler Hype aus, der auch ganz schnell wieder abflachen wird. Warum sollte es eine schwedische Botschaft in SL geben? Welchen Mehrwert bietet sie mir? Und sobald die rechte Szene diesen Kanal für sich entdeckt hat, ist das Ganze sowieso auf dem absteigenden Ast - das ist natürlich meine ganz persönliche Meinung. Aber vielleicht wird meine Begeisterung ja neu entfacht, sobald die Software tatsächlich ohne Probleme bei mir funktioniert. Vielleicht ergründet sich mir dann auch das Mysterium der Second Hand Botschaft und anderer Dinge. Im Augenblick sieht das alles eher aus wie eine riesige Zeitvernichtungsmaschine, in der man präsent sein muss, um "in" zu sein und mit der ein paar wenige kluge Köpfe bereits jetzt kräftig abgeräumt haben.

Fortsetzung folgt...

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