Gestern beim media coffee zum Trendthema Web 2.0...

... zeigte sich eine etwas andere Sicht der Dinge. Das Urheberrecht ist in Deutschland ganz anders als in den Staaten und generell gehen wir wohl mit dem Teilen von Wissen etwas anders um. Da wird sich in nächster Zeit etwas tun müssen!
Überrascht hat mich die ziemlich relaxte Haltung von Reiner Tief (Bayerischer Rundfunk), der der Weiterverbreitung der Inhalte der öffentlich-rechtlichen Programme sehr aufgeschlossen gegenüber steht. Ganz im Gegenteil zu Rainer Kerl (Technischer Leiter www.sueddeutsche.de). Dahinter steckt natürlich ein grundlegend anderes Fiannzierungsmodell aus öffentlichen Gebühren vs. privatwirtschaftlichen Anzeigen und Abos. Trotzdem kann man nicht einfach den Kopf in den Sand stecken und eine BOHIKA (bend over here it comes again) Strategie verfolgen, denn irgendwann hat man den Zug verpasst und er ist zu weit weg, um noch aufzuspringen. Das hat man wohl bei IBM erkannt, denn dort wird fleißig geblogged und auch andere Formen neuer Medien angeboten. Dass die Zugriffszahlen (noch) nicht den Wünschen entsprechen, ist hier nicht ausschlaggebend, sondern die Tatsache, bei den ersten Anbietern zu sein und in der Branche Trends zu setzen, sich ein Image zu schaffen. Michael Kieß, Leiter Presse und Öffentlichkeitsarbeit bei IBM vertritt die Auffassung, dass die Akzeptanz mit der Qualität der Inhalte steigt (da kann ich ihm nur zustimmen) und sieht den Entwicklungen deshalb gerade im B2B-Geschäft recht gelassen entgegen. Andere Strategien verfolgen z.B. DaimlerChrysler ganz erfolgreich. Dort werden sehr erfolgreich junge Künstler vorgestellt, was zu einer Win-Win-Situation führt. Hindernis sei nur häufig die Mitgliedschaft der Künstler in der GEMA. Auch bei dieser Institution ist deshalb Umdenken gefragt.
Was sonst noch war, könnt Ihr auf dem media coffee blog nachlesen.

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