Vor einer Woche war ich bei einem Vortrag des BJV im Münchner Presseclub. Dabei ging es um Effektivität und Effizienz in der PR. Alles drehte sich um Kommunikation: Wie gut? Wie teuer? Und wie zuverlässig, sprich replizierbar sind die Maßnahmen?
Der Referent Prof. Hartleben vom
IRKU stellte zunächst ein gleiches Verständnis zu PR-Aufgaben und den Zielen von PR-Aktivitäten her. Die Aufgaben richten sich nach dem AKTION-Leitsatz:
Analysieren
Kontakten, beraten
Texten und kreativ gestalten
Implementieren
Operativ umsetzen
Nacharbeiten
Die Ziele sind wohl auch den meisten bekannt: Bekanntheitsgrad steigern, Glaubwürdigkeit erhöhen, Vertrauen schaffen, Motivierung erreichen und Präsenz zeigen.
Den meisten dürfte inzwischen auch klar geworden sein, dass man auch PR-Arbeiten meßbar und damit transparent machen sollte, um bessere Argumentationen für die eigene Arbeit nach innen und außen zu haben. Die herkömmlichen Methoden des Clipping zählens (und auswertens) sowie die Medienresonanzanalyse taugen dafür nur bedingt. Deshalb gibt es neue Tools:
- Balanced Score Cards
- Process Mapping
- Fair Proof
Für die meisten Kreativen fühlt es sich immer noch unangenehm an, die eigene Leistung so offen auf den Prüfstand zu stellen. Und so wirklich greifbar sind die vier Bereiche einer Balanced Score Card für die meisten auch nicht. Mein Gefühl aus dem MBA-Programm hat sich auch hier nicht verbessert. Die Balanced Score Card ist nicht wirklich für mich geeignet. Nichtsdestotrotz scheint sie das Instrument zu sein, das sich schon am ehesten durchsetzt. Zu den bereits bekannten Ansätzen von Pfannenberg, Hering Schuppener, Zerfaß et. al. kam noch ein neuer hinzu.
Fair Proof ist ein Tool zur Einbindung von Endverbrauchern bei Entscheidungen im Werbe- und PR-Bereich. Das erinnerst stark an Crowdsourcing, wie wir es bei Frank Piller kennen gelernt haben.
Process Mapping begleitet den gesamten Kommunikationsprozess. Das klingt nach etwas mehr Aufwand am Anfang, aber ziemlich praktisch, wenn jemand mitten im Projekt krank wird. Man kann jederzeit genau sehen, wie der Projektstand ist und wer welche nächsten Schritte unternehmen muss. Damit könnte ich mich schon viel eher anfreunden.
Gut gefallen haben mir die Ausführungen zu den Einsatzmöglichkeiten von RSS-Feeds. Ich denke gerade darüber nach, wie sie sich effektiv für meine Masterarbeit in ein Thema gießen lassen.
Process Mapping